Der Weg zu deinem Herzen führt durch deine dunkelsten Täler

Bild: pixabay.com

Ich bin ein Mensch, der viel nachdenkt. Ich hinterfrage immer wieder mein Leben. Und ich mache viel innere Arbeit.

Nachgedacht habe ich schon immer viel. Schon als kleines Mädchen. Aber mein Leben und alles, was darin passiert zu hinterfragen, fing an, als ich begann, mein Herz Schicht für Schicht von alten Mauern zu befreien. Dies geschah vor ca. 13 Jahren.

Meine Kinder zeigten mir dannzumal auf, was in mir heilen möchte. Ich bin ihnen von Herzen dankbar, dass sie mir damals und auch heute noch Spiegel sind. Und ich bin mir selber dankbar, dass ich mich getraut hatte und mich immer noch traue, in diese glasklaren Spiegel zu schauen, um mich zu erkennen.

Denn ich begann, meine Mauern um mein Herz abzureissen, um immer mehr meinem wahren Kern näher zu kommen. In diesen Jahren meiner inneren Arbeit entdeckte ich immer mehr mein wahres Ich. Was bis anfangs 30 hinter dicken Mauerschichten versteckt und verborgen lag, konnte ich in den letzten Jahren befreien. Ich erkannte immer mehr, wer ich wirklich bin. Und das ist unglaublich befreiend.

Bei dieser Arbeit an mir selber zeigten sich mir Ängste und Schmerzen, die ich lieber nicht sehen und spüren wollte. Und doch wusste ich, dass das zur Heilung meiner selbst so wichtig ist. Ich bin durch tiefe Täler gewandert und habe hohe Gipfel erreicht. Oftmals hat von diesen Kämpfen in meinem Innern niemand etwas mitgekriegt. Es war dann eher so, dass ich im Aussen komisch angeschaut oder sogar verurteilt wurde, dass ich nun „so anders“ war. Aber ich war gar nicht „anders“. Ich war und bin einfach immer mehr mich selber. Nicht mehr angepasst und ruhig, sondern offen, ehrlich und auch manchmal aneckend.

Der Weg des Herzens macht unglaublich frei

Heute, so viele Jahre später, bin ich immer noch dabei, mein Herz noch mehr von diesen Mauern zu befreien. Die Schichten, die ich abtrage, werden immer feiner und offenbaren mir einen wundervollen Zugang zu meinem verletzlichen innersten Kern. Ja, es schmerzt. Ja, es macht auch Angst. Aber es macht auch so unendlich frei, diesen Weg, meinen Herzensweg zu gehen.

Ich begegne auf diesem Weg zu mir selber auch meinen dunkelsten Schatten. Denn der Weg zum eigenen Herzen ist nicht mit Licht ausgeleuchtet. Denn dieser Weg wäre ja leicht zu gehen und jeder würde es tun. Nein, dieser Weg zum eigenen Herzen führt in die Dunkelheit, und das braucht Mut und Kraft. Dieser Weg führt in die finsteren Täler, in der all die verdrängten Gefühle ein verstecktes Dasein fristen müssen. In diese dunklen Kammern haben die meisten von uns Menschen ihre Schattenanteile versteckt, damit sie sie nicht mehr sehen und fühlen müssen.

Diese Schattenanteile sind meist Teile von uns, die wir verurteilen und ablehnen. Es können dies Neid, Eifersucht, Wut, Aggression, Schuld, Scham, Lüge, Unaufrichtigkeit, Verrat, etc. sein. (siehe Die unerwünschte Person) Niemand möchte all diese Teile in sich haben. Und doch sind sie da. Sie wollen als Teil von uns erkannt und gewürdigt werden.

Mein Weg in die Dunkelheit

Auf meinem Weg zu meinem Herzen bin ich meinem aggressiven Teil begegnet. Dem Teil in mir, der wütend und ungerecht ist, weil er von tiefem Schmerz traumatisiert ist. Dieser Teil fühlt sich an wie ein waidwundes Tier, das sich ohnmächtig im Kreis dreht und nicht weiss, wie es sich von diesem Schmerz befreien kann. Diesem Teil in mir zu begegnen war wirklich heftig und hat mir Angst gemacht. Denn ich musste/durfte erkennen, dass auch dieser ungeliebte Teil (Wut und Aggression) ein Teil von mir ist. Und wenn ich diesen Teil von mir ablehne, stehe ich nicht ganz zu mir und ich werde nicht ganz, nicht heil.

Aber auf diesem Weg zum Herzen geht es darum, ganz zu werden. Eben all diese, auch ungeliebten, Teile in sich selber anzunehmen und zu verstehen. Denn hinter all diesen ungeliebten Teilen liegt tiefer Schmerz. Um diesen tiefen Schmerz nicht fühlen zu müssen, hat jeder Mensch (Überlebens-)Strategien entwickelt. Diese Strategien können so vielfältig sein. Es kann Arroganz sein, Unnahbarkeit, Härte, Wut, Eifersucht, aber auch Opferdasein, Scham, Verurteilungen, etc. Und da diese Strategien meist auch nicht schön sind, wird drum herum noch eine dicke Mauer gebaut, damit möglichst nichts nach aussen dringt. Wir werden Gefangene unserer selbst.

Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, mich aus diesem Gefängnis zu befreien. Mich von diesem uralten Schmerz, der hinter allen Mauern und Strategien, sitzt, nicht mehr begrenzen zu lassen. Deshalb mache ich, was ich mache. Deshalb arbeite ich immer und immer wieder an mir selber. Darum ist dieses Hinterfragen meines Lebens und alles, was darin passiert, so wichtig für mich. Deshalb gehe ich immer weiter auf diesem, meinem Herzensweg.

Und deshalb werde ich nicht müde, mit meiner Arbeit als Astrologin, spirituelle Begleiterin, Rednerin und Bloggerin den Menschen aufzeigen, dass da noch soooo viel mehr ist in jedem Menschen drin. Dass noch soooo viel Potenzial ist. Dass dieser immense Schatz, dieses strahlende Licht, in jedem Menschen wartet. Dass es sich so sehr lohnt, diesen Weg zum eigenen Herzen zu gehen, um ganz zu werden, um heil zu werden. Um frei zu werden.

Foto: Anja Wurm, anlässlich des Ladies Talk bei Milena Haller. Auf ein freches, wildes und wunderbares 2019

Um zu sein, wer du in Wahrheit wirklich bist. ❤

Von ganzem Herzen

Bernarda

PS: Mein Herzensweg führte mich zum Ladies-Talk bei Milena Haller. Ein wundervolles Erlebnis. Die beiden Videos dazu findest du auf meiner Webseite bernardaschmid.ch.

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Meine Texte dürfen sehr gerne geteilt werden. Aber bitte nur vollständig und mit Angabe der Quelle:
© Bernarda Schmid, dein-herzensweg.ch.

Vielen Dank.

 

3 Gedanken zu „Der Weg zu deinem Herzen führt durch deine dunkelsten Täler“

  1. Danke von Herzen liebe Bernarda für das Teilen deiner gelebten Erfahrungen, die ich sehr gerne auch mit unseren Lesern teilen möchte…

    https://emmyxblog.wordpress.com/2019/01/31/der-weg-zu-deinem-herzen-fuehrt-durch-deine-dunkelsten-taeler-bernarda-schmidt/

    Wie sehr ich deine Worte darin nachvollziehen kann, dadurch in mir entstehenden Bilder mich selbst sehe 😊… ja, es war bestimmt nicht immer lustig sich seine eigenen Schattenseiten anzuschauen und es wäre „geschummelt“ würde ich sagen, dass ich mich ihnen schon wirklich allen gestellt habe… 😉 … doch DER WEG ist ja bekanntlich DAS ZIEL… Das Ziel? Welches ist denn das Ziel? …

    WIR SELBST! 💗 Also dann begegnen wir uns mal selbst… IN und MIT ALLEM… Der Weg vom Licht in die Dunkelheit und wieder zurück…

    Der Weg… das Ziel… die Dunkelheit… das LICHT…

    WIR SIND ALLES SELBST. 💗

    Interessant für mich selbst fand ich, dass ich schon ein wenig meine „Probleme“ ( 😉) hatte, deine bezaubernde Schweizer Sprache zu verstehen… doch die SCHWINGUNG dabei… diese konnte ich sehr wohl freudvoll wahrnehmen! … Ich glaube, das ist es auch, dass WORTE überflüssig werden… FÜHLEN wir und nehmen diese ganz andern in uns auf…
    Danke, liebe Bernarda auch für diese Erfahrung, die ich durch dich machen durfte! 🙏

    Herzensgrüße
    Elke
    💗💗💗

    Liken

    1. Oh, ich danke dir liebe Elke. Für deine immer so wundervollen Worte. Der Weg… das Ziel… die Dunkelheit… das LICHT…
      WIR SIND ALLES SELBST. Genau so ist es. Wer das erkannt hat, lebt viel freier, lebt wirklich alles.

      Du hast das Video geschaut? Ich freue mich 🙂 Um dieses Fühlen geht es auch in diesem Jahr. Energetisch. Wir sind dazu aufgefordert, mit unserem Herzen zu fühlen, zu sehen und zu kommunizieren.

      Alles Liebe zu Dir

      Bernarda ❤

      Gefällt 1 Person

      1. Genau so ist es, liebe Bernarda… mit dem Herzen fühlen, sehen und kommunizieren… 💗
        Wie zauberhaft das Video… ich beschrieb es ja schon, was ich fühlte… 🙏
        Alles Liebe auch für dich, liebe Bernarda…
        WIR SIND ALLES.
        Herzensgrüße
        Elke
        💗💗💗

        Gefällt 1 Person

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