The Rose đŸŒč

Unsichtbar wie ein ChamÀleon passe ich mich an. Damit ich in dieses Leben passe. Damit ich zugehörig bin zu einer Familie, zu einer Gemeinschaft.

Seit frĂŒhester Kindheit scanne ich meine Umgebung ab und spĂŒre genau, was von mir verlangt wird. Ich sage, was von mir gehört werden will. Ich tue, was von mir getan werden soll. Meine GefĂŒhle unterdrĂŒcke ich. Ich passe mich bis zur Unkenntlichkeit an. Damit ich nicht alleine bin.

Doch plötzlich fÀngt mein Herz an zu schreien: Hey, verleugne mich nicht! Hey, lass mich frei! Verstecke mich nicht mehr hinter diesen Mauern der Anpassung. Ich will mich ergiessen. Lass mich sein, wer ich bin!

Und so beginne ich, mich aus der Angepasstheit herauszulösen. Ich fange an, das zu sagen und das zu tun, was mein Herz will, was ICH will. Schmerzhaft, aber unvermeidbar, wenn ich wirklich leben will.

Mein Umfeld schreit vor Schreck auf: Wer ist diese Frau, die auf ihr Herz hört? Wer ist diese Frau, die plötzlich nicht mehr unsichtbar ist? Wir kennen sie nicht mehr, das macht uns Angst. SIE macht uns Angst.

Mein Herz aber jubelt vor Freude, endlich aus diesem selbst erschaffenen GefÀngnis befreit worden zu sein. Die Mauern sind gefallen, die DÀmme gebrochen.

Und ich? Ich spĂŒre, wie verwundbar ich bin. Ich spĂŒre, wie ich durch das ewige Anpassen beinahe vergessen habe, wer ich wirklich bin.

Ich muss lernen, mich selber wieder voll und ganz zu sehen und zu spĂŒren. Ich muss lernen zu spĂŒren, was mir, nur MIR, Freude macht, ohne gleichzeitig etwas fĂŒr andere Menschen tun zu wollen. Ich muss lernen, meine Scan-FĂŒhler von aussen nach innen zu nehmen. Ich muss lernen, egoistisch zu sein.

Ein schmerzhafter Prozess kommt in Gange. Uralte Wunden werden aufgerissen. Wie ist es, MICH selber zu sein?

Ich erkenne, dass ich es war, die sich durch absolute Anpassung unkenntlich gemacht hat fĂŒr sich selber und fĂŒr die Anderen.

Jetzt ist es an der Zeit, mich und mein Herz ganz zu öffnen und mich so zu zeigen. Damit ich mich sehen kann, damit ich mich spĂŒren kann, damit ich mich erkennen kann. Damit auch die Anderen sehen, wer ich bin.

Das ChamĂ€leon ist am Verschwinden. Die Rose erblĂŒht. đŸŒč❀

Von Herzen ❀

Bernarda

đŸŒč The Rose von Bette Midler: https://youtu.be/jQY2z6aALD4 đŸŒč

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Meine Texte dĂŒrfen sehr gerne geteilt werden. Aber bitte nur vollstĂ€ndig und mit Angabe der Quelle:
© Bernarda Schmid, dein-herzensweg.ch.

Vielen Dank.

2 Gedanken zu „The Rose đŸŒč“

  1. Deine Worte, liebe Bernarda, klingen in mir wieder tief vertraut… bereits selbst gegangene Lebenswege und Erfahrungen, die den deinen Ă€hnlich erscheinen…đŸŒč
    Wie schön und DANKE, dass DU DA BIST… 🙏
    Herzlich(t)e GrĂŒĂŸe
    Elke 💜

    GefÀllt 2 Personen

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