Flüchtlingsstrom aus Afrika – Was hat das mit uns zu tun?

20150518_090709Immer wieder und immer mehr fliehen Menschen aus Afrika über das Meer zu uns nach Europa. Sie sterben manchmal schon auf der Überfahrt oder stranden dann meist in den von uns so geliebten Feriendestinationen im Mittelmeer: In Griechenland, Italien, Spanien. Und die Touristen sind empört. Sie wollen, dass „ihr“ Ferienland sauber bleibt. Sie wollen diese Flüchtlinge dort nicht sehen. WIR wollen die Flüchtlinge nicht sehen. Wir wollen die Augen verschliessen. Wir wollen diese heile Welt behalten. Wenn es zu Hause nicht möglich ist, so dann sicher in den Ferien. Aber wir können unsere Augen nicht verschliessen. Wir werden gezwungen hinzuschauen.

Wenn wir uns sogar vorstellen, dass wir im selben Meer baden, in dem schon tausende Menschen gestorben sind….. Unvorstellbar! Im Meer, im Wasser, das auch unser Unbewusstes und unsere Gefühle darstellt. Wir sind alle miteinander verbunden. Wir kommen nicht darum herum, hinzuschauen. Wenn nicht bewusst, so dann unbewusst, in dem wir eben im selben Wasser uns vergnügen, wo gleichzeitig solche Katastrophen geschehen. Wie können wir da sagen, es geht uns nichts an?

Was will uns diese Situation im Mittelmeer sagen? Was hat das mit uns persönlich zu tun?

Für mich ist es so, dass uns diese (schwarzen) Menschen uns unsere eigenen Schatten zeigen. Diese Situation, die so beängstigend ist, will uns zeigen: Schaut hin! Es ist nicht nur das Schicksal dieser Menschen. Nein, es ist auch unser eigenes Schicksal. Auch wir haben in uns diese Anteile, die am liebsten fliehen möchten vor ganz viel Leid. Dieses Leid, das bei uns von aussen meist nicht sichtbar ist, aber in uns drinnen ist. Wir möchten am liebsten auch in ein Land fliehen, in dem es (vom hören sagen) immer nur schön ist. Aber es führt nichts daran vorbei, diese Schatten in uns selber anzuschauen. Wir können nicht vor uns selber davon laufen.

All diese Schatten drängen darauf, gesehen zu werden. Alles, was in uns drinnen ist, will angeschaut werden, will verstanden werden, will angenommen und erlöst werden. Die Seele möchte frei sein, frei von alten Ängsten, Schmerzen, Bitterkeit, Hass, Lieblosigkeit (siehe Text „Was ist eigentlich „Schuld“?, Vom Schmerz“ und „Der Tanz mit Saturn“). Aber diese Schatten verschwinden nicht einfach, wenn wir die Augen vor ihnen verschliessen und sie nicht sehen wollen. Nein, je mehr wir sie verdrängen wollen, umso intensiver zeigen sie sich. Sie zeigen sich in unserem Innern in Form von Krankheiten, Schmerzen, Depressionen….. Oder eben im Aussen in Form von Unfällen, Krieg, Katastrophen, Missbräuchen aller Art. Und für mich ist auch dieser Flüchtlingsstrom so ein Zeichen von aussen. Wir WOLLEN es nicht sehen, aber wir MÜSSEN.

Aber dieses Aussen ist nur ein Spiegel unseres Selbst. Es sind unsere verdrängten Gefühle, die zu fest weh tun, um nochmals gefühlt zu werden. Aber genau da liegt unsere Heilung. Sie wollen transformiert werden in Liebe. In dem wir diese nochmals anschauen und annehmen, können wir sie loslassen und sie können endlich gehen.

Dann können wir ein wirklich freies, von Liebe, Glück, Freude und Gesundheit erfülltes Leben leben. Welche Wohltat für die Seele!

In Liebe für alle Menschen ♥

Bernarda

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