Befreiung der Frau

Bild: pixabay

Dieses Thema ist im Moment sehr aktuell für mich. Ich durfte beim Projekt „Ungeschminkt Frau“ von Bettina Zumstein mitmachen, das am 31.03.17 mit der Vernissage geboren wurde (https://www.ungeschminkt-frau.ch/). Dann läuft in den Kinos momentan der Film „Göttliche Ordnung“ (https://www.youtube.com/watch?v=FPkz9iuqSEk), in dem es um den Kampf der Frauen für ihre eigene Befreiung und für das Frauenstimmrecht in der Schweiz geht. Und vor ein paar Wochen habe ich den Film „La La Land“ gesehen. Darin geht es um Träume, die gelebt werden möchten. Dabei habe ich ein paar dicke Tränchen verdrückt.

Ja, auch ich möchte mich befreien aus alten Strukturen, meiner Sehnsucht folgen und meine Träume leben. Und ich denke, es geht ganz vielen von uns momentan so.

Doch was heisst das nun und um was geht es bei der Befreiung der Frau?

Ich glaube, es geht darum, dass wir uns Frauen nicht mehr in irgendwelche Schubladen zu stecken brauchen. Es geht darum, dass wir nicht mehr einem gängigen Schönheitsideal entsprechen sollen. Oder dass wir nicht mehr der Gesellschaft gefallen sollen. Dieser Gesellschaft, die so viel vordiktiert und uns sagt, wie etwas zu sein hat. Es geht darum, Altes, Verbrauchtes und Verstaubtes ein für alle Mal hinter uns zu lassen.

Es geht darum, dass wir uns nicht mehr selber aufgeben. Dass wir unsere Träume hervorholen, die so tief in uns schlummern und sie dann auch leben. Dass wir unsere Sehnsucht entdecken und dieser eine Stimme geben. Es geht darum, dass wir einen einmal eingeschlagenen Weg auch wieder verlassen dürfen, wenn dieser nicht mehr stimmig ist. Es geht darum, dass, wenn wir in einer Ehe oder Partnerschaft nicht mehr glücklich sind, diese verändern oder sogar verlassen dürfen. Es geht darum, dass wir uns erlauben, nebst dem Muttersein auch Frau zu sein. Es geht darum, dass wir eine Arbeitsstelle, die uns nicht mehr erfüllt, aufgeben dürfen. Es geht darum, dass wir unserer inneren Stimme mehr Vertrauen schenken und auf sie hören dürfen. Es geht darum, dass wir uns wehren dürfen, wenn uns etwas nicht passt. Es geht darum, dass wir uns selber viel mehr wertschätzen sollen. Es geht darum, dass wir ein Miteinander pflegen und nicht ein Gegeneinander unter uns Frauen. Es geht darum, unser ganzes Frausein zu leben. Mit allen Hochs und Tiefs. Mit allem, was uns beschäftigt.

Wir brauchen nicht perfekt zu sein. Wir dürfen sagen, wenn es uns nicht gut geht. Wir dürfen sagen, wenn wir Probleme haben. Wir dürfen sagen, wenn wir traurig sind. Wir dürfen sagen, wenn uns etwas wütend macht. Wir dürfen die Ungerechtigkeiten der Welt herausschreien. Wir dürfen unperfekt sein. Wir dürfen uns unsere tiefsten Ängste eingestehen und diese auch ausdrücken. Wir sollen niemandem mehr etwas vorspielen. Wir sollen echt, ehrlich und authentisch sein.

Wir sollen uns trauen, unsere Sexualität auszuleben und uns nicht (mehr) zurückhalten. Wir sollen unsere Kreativität ausleben, egal, was die anderen davon halten, dazu sagen oder nicht sagen. Wir sollen unseren ganz eigenen Weg gehen. Und wir dürfen dabei stolpern. Wir dürfen oft zweifeln. Wir dürfen uns zwischendurch auch ausruhen.

Aber, bitte, liebe Frauen, bitte, gebt nicht auf! Gebt nicht auf auf eurem Weg. Auch wenn es schwer ist, auch wenn es Angst macht, auch wenn es schmerzt, auch wenn ihr am Verzweifeln seid. Gebt nicht auf. Folgt eurem ganz eigenen Herzensweg. Denn ihr seid nicht allein.

Wir sind schon ganz viele. Vielleicht erkennen wir einander noch nicht wirklich. Aber wir Frauen, die unsere Kraft leben möchten, die unserem Herzen folgen wollen, die ihre Träume wahr werden lassen wollen. Wir sind da. Wir werden uns immer mehr erkennen. Und dann können wir gemeinsam gehen. Wir können uns auf diesem Weg unterstützen. Wir können uns halten und Trost spenden. Wir können füreinander da sein. Wir können unsere Ohren und Herzen füreinander öffnen.

Den Weg muss jede von uns selber gehen. Aber wir können gemeinsam ein Stück des Weges gehen und uns dabei mit Worten, einer stillen Umarmung und einem „ich verstehe dich und ich sehe dich“ unterstützen.

Bitte, befreit euch aus euren selbstauferlegten Gefängnissen und wagt es, eurem Herzen zu folgen. Werdet frei. Komme, was wolle!

Von Herzen ❤

Bernarda

2 Gedanken zu „Befreiung der Frau“

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