Ich? Hochsensibel? #blogparade

Im Rosengarten in Bern. Foto: Christa Durante, Bern

Ich? Hochsensibel? Nein, das bin ich doch nicht. Klar, etwas sensibel bin ich schon. War schon immer nahe am Wasser gebaut. Aber so war ich halt. Oft etwas mühsam für mich und die anderen, wenn ich immer gleich in Tränen ausgebrochen bin, sobald ich etwas Emotionales sagen wollte. Aber hochsensibel, nein, so bezeichne ich mich nicht.

Und doch…. Wieso bin ich auf die Seite von Tanja Suppiger von herzbauchwerk.ch gestossen? Wieso zieht mich dieses Thema an, obwohl es ja eigentlich gar nichts mit mir zu tun hat? Und überhaupt, ich möchte gar nicht in diese Schublade gesteckt werden. Und doch bin ich so, wie Tanja hochsensible Menschen beschreibt.

Oft fliessen die Tränen schon, wenn ich eine Geschichte höre, die mir ans Herz geht. Auch bei meinen Beratungen muss ich oft aufpassen, dass ich bei mir bleibe. Dann, wenn ich merke, jetzt berührt es mich. Und das muss oft nichts Dramatisches sein, sondern können einfach auch ganz schöne Worte aus dem Munde des Anderen sein.

Als Kind habe ich oft geweint. Habe es mir aber abtrainiert, wie ich vieles abtrainiert habe in meiner Kindheit. Als ich mich auf meinen ganz eigenen Weg gemacht habe vor ca. acht Jahre habe ich gemerkt, dass um mich und um mein Herz eine riesige Mauer ist, die mich und mein wahres Selbst gefangen hält. Ich habe in den letzten Jahren diese Mauer Schicht für Schicht abgetragen. Und hervor kam eben diese doch sehr sensible Bernarda, die ich so lange vor anderen und vor mir selber versteckt gehalten hatte. Endlich war ich ICH selber. Für mich eine wunderbare Entdeckung und auch Erleichterung. Für mein Umfeld auch heute manchmal noch gewöhnungsbedürftig.

Und mit dieser Sensibilität lebe ich nun. Ich habe drei wunderbare Kinder, die mich aufgeweckt haben und mir Spiegel sind. Die selber auch sehr sensibel sind und ich es deshalb auch sein darf. Ich arbeite als Astrologin und dabei hilft mir meine Sensibilität sehr. Ich spüre oft auch mehr, als mir lieb ist. Und deshalb ist es sehr wichtig für mich, bei mir zu bleiben und meine Grenzen zu wahren. Nicht immer einfach, aber ich arbeite daran. Auch habe ich in den letzten Jahren gemerkt, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Ich liebe mein Mittagsschläfchen und meine Waldspaziergänge. Und zwischen meinem Arbeiten brauche ich sehr viel Zeit für mich selber. Ich bin sehr froh, dass ich mir erlaube, sie mir immer zu nehmen, wenn ich sie brauche. Ich muss sehr achtsam mit mir selber sein. Manchmal gelingt mir das besser, manchmal weniger. Zu mir zu stehen und auf mein Herz zu hören ist sehr wichtig für mich.

Und, bin ich nun hochsensibel? Ja, ich denke schon. Ich möchte mich aber nicht so nennen. Ich bin einfach ich selber. Sensibel, aber auch stark und mutig. Eine Frau, die ihren Weg geht. Eine Frau, die aufzeigt, dass trotz grosser Sensibilität ein gefestigtes, bodenständiges, selbstbestimmtes Leben mit Kindern wunderbar möglich ist und gelingt. ❤

Von Herzen

Bernarda

Herzlichen Dank, liebe Tanja, für die Möglichkeit, bei deiner Blogparade #hsundich etwas über meine (Hoch-)Sensibilität zu schreiben. .
(Das ist übrigens das erste Mal, dass ich an einer Blogparade teilnehme. :-))

Ein Gedanke zu “Ich? Hochsensibel? #blogparade”

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