Zeit des Wartens

Bild: pixabay

Es ist Adventszeit. Es ist die Zeit des Wartens. Wir warten auf die Rückkehr des Lichts. Denn am 21. Dezember ist die längste Nacht, danach dreht es wieder und die Nächte werden kürzer und die Tage wieder heller. Genau diese Zeitqualität spiegelt sich in den Sternen mit der Schütze-Zeit wider.

Im letzten Monat habe ich von der Skorpion-Zeit geschrieben. „Den Seelenkeller aufräumen“ habe ich diese Zeit genannt. Und ja, diese Zeit ist nun vorbei. Nun sind wir schon seit fast drei Wochen in der Schütze-Zeit. Der Schütze steht für Hoffnung, Wahrheit, Sinnfindung, für das Warten auf das Licht. Wir wollen nach der langen Einkehr im November nun weitergehen. Wir haben, vielleicht, unsere innere Arbeit getan. Wir haben unseren Seelenkeller aufgeräumt. Nun möchten wir mit den Erkenntnissen aus dieser Zeit weitergehen.

Doch es geht irgendwie gar nicht so gut. Die Energie hat sich zwar verändert. Es ist etwas leichter geworden, der Nebel hat sich etwas gelichtet und mit dem Schnee wird auch die Landschaft wieder etwas heller. Aber wirklich vorwärts geht es nicht. Spürst du das auch?

Nun, auch bei mir ist grosses Warten angesagt. Und ich bin nicht gerade die, die das liebt. Klar, ich liebe die Ruhe, das bei mir bleiben. Gleichzeitig möchte ich jedoch, dass etwas geht im Aussen. Dass ich Früchte meiner inneren Arbeit sehe. Aber das ist momentan nicht so.

Schütze

Das Schütze-Zeichen ist dargestellt als Pfeil. Der Schütze avisiert ein Ziel, schiesst den Pfeil jedoch nicht ab. Er fokussiert und wird sich seiner Ziele bewusst. Er sucht einen Sinn im Leben und will danach leben. So ist diese Zeit immer noch eine Zeit des Wartens. Vorwärts geht es noch nicht.

Zusätzlich ist nun auch Merkur rückläufig bis am 23. Dezember. Die ganze Adventszeit ist nochmals Innenschau angesagt. Im Aussen laufen wohl die Kommunikation und die Verbindungen nicht immer reibungslos. Denn Merkur, der zum Zeichen Zwillinge (Gegenzeichen von Schütze) gehört, verlangt nun, dass wir unsere eigene Wahrheit und unsere Verbundenheit mit uns selber in uns entdecken und uns nicht (mehr) vom Aussen abhängig machen. Gleichzeitig steht Merkur ganz nah bei Saturn im sogenannten galaktischen Zentrum. Was wir nun als Informationen aus der Sternen-Welt, aus der geistigen Welt, aus dem Universum, erfahren dürfen, ist wegweisend für unser weiteres Leben. Wenn wir denn bereit sind, uns für unsere Intuition zu öffnen und uns und unserer Wahrnehmung wagen zu vertrauen.

Bis Weihnachten ist deshalb nun Innenschau, Meditation, Rückzug, Ruhe und Bei-sich-bleiben wichtig für diejenigen, die sich einer höheren Wahrheit öffnen wollen.

Auch bei mir ist immer noch Warten und Innenschau angesagt. Seit ein paar Wochen bin ich gemeinsam mit meinem Neffen daran, meine neue Webseite zu erstellen. Aber es geht eben nicht schnell. Es braucht viel Geduld. Und es ist ein grosser innerer Prozess für mich. Denn es geht darum, dass ich mich mit dieser Webseite ganz zeige. Ich stehe zu mir. Sie ist mein. Das Logo ist mein. Diese Webseite wird ein Teil von mir spiegeln, von dem ich bisher Angst hatte (und immer noch habe), ihn zu zeigen. Es kommen in mir Fragen hoch wie: Bin ich das wirklich? Kann ich das? Sind da nicht zu viele Fotos von mir drauf? Darf ich mich „unperfekt“ zeigen? Usw.

Dieser Prozess verlangt von mir viel ab. Und deshalb geht es wohl auch so lange, bis die Webseite online geht. Aber ich habe mir nun vorgenommen, in der Advents- und in der Weihnachtszeit nichts mehr zu forcieren, sondern ganz bei mir zu bleiben. Ich werde mich der Zeitqualität hingeben und mir diese Zeit für mich nehmen. Ich gehe nochmals in die Innenschau und spüre in mich hinein, was meine ganz eigene Wahrheit ist. Denn meine ganz grosse Intention ist es, wahrhaftig, authentisch, ganz mich selber zu sein. So soll dann auch meine Webseite sein.

Was mir bei dieser Innenschau gestern nun gezeigt wurde, ist, dass noch eine tiefe Trauer in mir herrscht. Eine Trauer darüber, dass ich bis heute noch immer nicht ganz mein eigenes, authentisches Leben lebe. Dass ich bis heute immer noch schaue, was von mir verlangt wird. (Nicht mehr oft, doch immer noch ab und zu.) Dass ich es noch nicht bis in die letzte Zelle meines Körpers schaffe, meine ganz eigene Wahrheit auszudrücken und ganz mich selber zu sein.

Durch das Erkennen dieser tiefen Trauer in mir konnte bereits etwas in Heilung kommen. Gestern habe ich dazu ein Bild und einen kleinen Text dazu auf Facebook gepostet:

Wenn die Trauer gesehen und gespürt wird, wenn ihr ein Platz im eigenen Herzen gegeben wird, entsteht daraus Hoffnung, Freude, Glück, Wahrheit, Leichtigkeit und Liebe. ❤

Denn eigentlich will ich nichts anderes, als authentisch und wahrhaftig meinen Weg gehen, aus meinem Herzen handeln und meine Wahrheit, die ganz tief in meinem Herzen sitzt, aussprechen. Ich möchte gesehen und verstanden werden mit meiner Tiefe und meiner Liebe. Ich möchte mein ganz eigenes Leben in Leichtigkeit und Liebe leben. Mehr will ich nicht. Aber das will ich voll und ganz.

Ich gehe meinen Weg dahin weiter. Ich werde warten, wenn es die Zeit verlangt. Ich werde reden und schreiben, wenn ich es tief in mir spüre. Ich werde handeln, wenn ich einen Impuls im Herzen wahrnehme.

Ich werfe mich in die Lebenswelle und lasse mich tragen. Denn das Leben selbst bringt mich zu mir selber. Wenn ich mit den Energien der Zeit (die die Astrologie so schön spiegelt) mitgehe, wird mich das Leben immer wieder von Neuem überraschen. Es wird mich zu meiner wahren Seelenaufgabe führen.

Dieses Vertrauen habe ich und dafür bin ich von Herzen dankbar.

Bernarda ❤

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